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Neustart

Zum Jahresbeginn frage ich mich, warum sich unsere Neujahrsvorsätze fast immer um Selbstoptimierung drehen. Mehr leisten. Gesünder leben. Besser funktionieren. Das ist nicht falsch, aber es greift zu kurz. Denn was uns wirklich trägt, ist nicht nur Disziplin, sondern Beziehung. Verbindung. Zugehörigkeit.


Vielleicht brauchen wir 2026 vor allem eines: mehr Liebe.


Nicht als großes Ideal, sondern als gelebte Praxis im Alltag. Liebe zeigt sich im Zuhören, im Innehalten, im ehrlichen Interesse am anderen. In Geduld, wo wir sonst Druck machen. In der Bereitschaft, wirklich hinzusehen, statt schnell zu bewerten.


In meiner Arbeit erlebe ich täglich, wie sehr Menschen sich nach echtem Kontakt sehnen. Nach dem Gefühl, gemeint zu sein und nicht nur zu funktionieren. Liebe lässt sich nicht abhaken. Sie ist kein Ziel, sondern eine Haltung. Eine Entscheidung, die immer wieder neu getroffen wird.

Ein Vorsatz in Richtung Liebe bedeutet für mich, Beziehung ins Zentrum zu stellen. In Partnerschaften, in Familien, in Freundschaften und im beruflichen Miteinander. Nicht Harmonie um jeden Preis, sondern Verbundenheit trotz Unterschiedlichkeit.


Vielleicht ist genau das der eigentliche Neustart: weniger an uns selbst herumzuschrauben und mehr Verantwortung für das zu übernehmen, was zwischen uns entsteht. Mehr Aufmerksamkeit für das Dazwischen. Mehr Mitgefühl. Mehr Liebe.



 
 
 

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