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Bewusste Entscheidung zur Veränderung

Juliana ist vierunddreißig, Teamleiterin in einem großen Unternehmen, verantwortlich für Budgets, Prozesse und ein Team, das sich auf sie verlässt. Sie ist erfolgreich und klar in ihren Entscheidungen, und doch sitzt sie im Coaching mit einer leisen Unruhe. Vor einem Jahr hat sie eine Ausbildung zur Yogalehrerin abgeschlossen, zunächst als Ausgleich, dann aus echter Hingabe. Als ihre Yogaschule ihr anbietet, einzusteigen, wird aus einer Leidenschaft eine reale Möglichkeit und die Frage entsteht, welchen Weg sie gehen will.


Wir nehmen uns Zeit, unterschiedliche Positionen zu betrachten. Was wäre, wenn sie kündigt und sich ganz dem Yoga widmet? In dieser Vorstellung liegt Weite und Stimmigkeit, aber auch Unsicherheit, wenn Identität und Einkommen neu gedacht werden müssen. Was wäre, wenn alles bleibt, wie es ist? Diese Option bringt Ruhe, zugleich aber das Gefühl, einen wichtigen Impuls kleiner zu machen.


Als wir die Möglichkeit eines bewussten Sowohl als auch betrachten, verändert sich etwas. Den Job reduzieren, Verantwortung neu verteilen und parallel ein zweites Standbein aufbauen. Juliana beginnt zu planen, zu rechnen und spürt, dass Sicherheit und Sinn sich nicht ausschließen müssen, sondern verbunden werden können.


Am Ende entscheidet sie sich klar für diesen Weg. Nicht als Kompromiss, sondern als gestaltete Brücke zwischen Sicherheit und Sehnsucht. Manchmal zeigt sich der eigene Weg nicht im radikalen Bruch, sondern in der bewussten Verbindung dessen, was bereits da ist, und dessen, was entstehen will.



Tetralemma - eine Entscheidungshilfe
Tetralemma - eine Entscheidungshilfe

 
 
 

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